Melanie Oesch "Das Aushängeschild des Jodel-Booms..." 
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Melanie die "Erfolgs-Jodlerin"Jung, attraktiv, modern – aber wehe, wenn sie losjodelt! Ihr Zungenschlag ist aussergewöhnlich. Melanie Oesch vertritt mit «Oesch’s die Dritten» die Schweiz am GP der Volksmusik. Melanie Oesch trägt meist Jeans, geht gerne mit Kolleginnen shoppen, hört Musik von James Blunt oder Katie Melua. Und: Sie jodelt! «Was, du? Das sieht man dir gar nicht an», sei oft die Reaktion auf ihr spezielles Hobby, erzählt die 20-Jährige. So war es auch am Gymnasium in Thun, wo sie ihre Matura machte. «Am Anfang waren die Mitschüler sehr zurückhaltend, weil sie wussten, dass ich volkstümliche Musik mache. Aber als ich mal vorgesungen habe, fandens alle hennecool.» Inzwischen ist das Jodeln für die Berner Oberländerin viel mehr als nur eine Freizeitbeschäftigung. Am 19. April gewannen Oesch’s die Dritten mit dem Titel «Die Jodel-Sprache» den Schweizer Final zum Grand Prix der Volksmusik. Diesen Erfolg verdankt die Gruppe zu einem grossen Teil ihrer attraktiven Jodlerin. Sepp Trütsch, der die Szene bestens kennt und während mehrerer Jahre den Grand-Prix moderierte, bestätigt Melanies grosses Talent: «Sie hat einen aussergewöhnlichen Zungenschlag, sie ist sattelfest in den Tonhöhen und gewohnt, live zu singen.» Singen ist ihre grösste Leidenschaft
In kürzester Zeit wurden Oesch’s die Dritten zu gefeierten Stars in der Volksmusik-Szene; allen voran Sängerin und Jodlerin Melanie. Musik ist das Ein und Alles für die Autodidaktin, «eine Leidenschaft», die sie ein Leben lang prägt.
Steht Melanie Oesch auf der Bühne, scheint es, als ginge die Sonne auf. Mit einem Strahlen in den Augen und einem Lachen im Gesicht singt die 20-Jährige von der Oberlangenegg alte und neue Volkslieder mit einer Selbstverständlichkeit, als hätte sie nie etwas anderes getan, und mit einer Leidenschaft, als wäre Singen ihre Luft zum Atmen. «Singen ist mein Leben», sagt sie – mit derselben Unbeschwertheit und Überzeugung, wie sie sie bei ihren Auftritten ausstrahlt. Doch von jugendlichem Übermut ist nichts zu spüren, wenn die frisch gekürte Thunerin des Jahres sagt: «Ich übe jeden Tag.» Professionelle EinstellungNicht erst seit ihren Erfolgen im Musikantenstadl – dem Sieg in der Vorausscheidung im März 2007 und schliesslich dem Gewinn des Stadl-Sterns an Silvester – geht Melanie Oesch das Singen mit einer professionellen Einstellung an. Bei der Wahl des Gymnasiums, das sie in Thun absolvierte, spielte eine entscheidende Rolle, welche Möglichkeiten der musikalischen Ausbildung ihr geboten werden. Denn: Die drei Jahre klassischer Gesangsunterricht am Gymer ist die einzige Ausbildung, die Melanie Oesch bisher in dieser Richtung absolviert hat. Den Rest, vor allem Technik und Tempo beim Jodeln, hat sie sich selber beigebracht, ebenso das Klavierspiel. «Das habe ich selber gelernt – aus Spass.» Volksmusik am Gymer«Vor allem während meiner Zeit am Gymnasium musste ich immer sofort vorsingen, wenn ich jemandem sagte, ich jodle», erinnert sich Oesch. Spontan vorsingen ist für sie kein Problem, «wiu mir immer hie u da no schnäu zäme singe ». Ihr Gesang, ihre Auftritte neben der Schule und die Volksmusik fanden plötzlich Anerkennung in einer Gymer-Welt, die zumindest musikalisch vor allem von Funk, Jazz und Rock geprägt ist. Dass ihre Diplomarbeit – Melanie Oesch hat anhand eines selber geschriebenen Naturjodels die verschiedenen Formen des Jodels in der Schweiz vorgestellt – ausgezeichnet wurde, macht sie stolz. «An der Maturafeier durfte ich mein Stück uraufführen, zusammen mit einer Komposition für Schlagzeug, Cello und Alphorn», erzählt die Sängerin. «Ein guter Teil der Diplomfeier hatte einen Bezug zur Volksmusik.» Und wieder taucht mit diesen Worten dieses leidenschaftliche Strahlen in ihrem Gesicht auf. «Das ist eine riesige Ehre für mich!» Eine LeidenschaftEine junge, moderne Schweizerin, bei der CD von den Dixie Chicks, Katie Melua oder Irish-Folk- sowie Rockbands im Regal stehen, hat sich mit ganzem Herzen dem Jodel verschrieben: Diese Konstellation hat im 21. Jahrhundert schon fast etwas Exotisches. «Ich habe mich nie geschämt für das, was ich mache», sagt Melanie Oesch. «Selbst wenn ich deshalb ausgegrenzt worden wäre, wäre mir das egal gewesen.» Denn: «So viel meiner Persönlichkeit hat mit dieser Art des Singens zu tun, es wurde über all die Jahre zu einer richtigen Leidenschaft!» Und obschon – oder vielleicht gerade weil – in ihrer Familie seit eh und je musiziert und gesungen wurde, sei das Singen und Musizieren für sie nie eine Pflicht gewesen, genauso wenig wie für ihre beiden Brüder Mike und Kevin. Gesungen hat Melanie, seit sie sich erinnern kann; mit fünf stand klein Melanie zum ersten Mal auf einer Bühne – am «Jekami» in Därstetten. Da war klar: «Das war nicht das letzte Mal!» In vernünftigem RahmenGrosse Pläne für ihre Zukunft macht Melanie Oesch derzeit keine. «Wichtig ist, dass wir dieses Jahr gut planen können, sodass alles in einem vernünftigen Rahmen bleibt.» Trotz bereits gegen 20 bestätigten TV-Auftritten für 2008. «Die Freude soll zu jeder Zeit im Vordergrund stehen», sagt die 20-Jährige, «vor allem, weil die ganze Familie involviert ist.» Unter keinen Umständen soll das gute Verhältnis, das sie derzeit pflegen, kaputtgehen. So ist nicht geplant, heuer wesentlich mehr Auftritte zu absolvieren als in den letzten Jahren. «Erstens setzt Mike weiter voll auf das Skifahren», erklärt Melanie Oesch, «und zweitens macht sich die Arbeit zu Hause auch nicht von selber.» Kommt dazu, dass Oeschs heute auch noch einen grossen Teil der Konzert- oder Medienanfragen selber bewältigen und bis heute Tausende von CD in Eigenregie verpackt und verschickt haben. Angst, die Arbeit könnte zu viel werden, hat Melanie Oesch offensichtlich nicht, wenn sie sagt: «Natürlich hoffen wir, dass wir noch viele CD verschicken können» – und schon wieder anfängt, zu strahlen. |

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Die Sonnenblume (lateinisch Helianthus annuus) - Melanie's Lieblingsblume |